Salz:
Salz in der Geschichte
10.000 v. Chr.:
Um ca. 10.000 v. Chr. wurde der Mensch sesshaft und begann mit dem
Pflanzenbau. Vermutlich begann er zu dieser Zeit bewusst Salz als
Nahrung zu entdecken. Zuvor nahm er als Jäger ausreichend Salz in der
tierischen Nahrung zu sich. Durch die Nahrungsumstellung wurde Salz als
Nahrungsergänzung lebenswichtig.
Siedlungen werden in der Nähe von Salzlagerstätten errichtet. Salz wird
als Produkt gewonnen.
In ägyptischen und griechischen Schriften sowie archäologischen Funden
wird Salz erwähnt.
800 - 400 v. Chr.
Aus der Hallstattzeit gibt es erste Hinweise zu Salzfundorten und
Salzhandel in Europa. Der Begriff "hall" (kelt.: Salz) wurde von den
Kelten, später von den Römern übernommen. Er ging in Ortsnamen wie Bad
Reichenhall ein.
Der Handel mit Salz wurde ausgedehnt. Es entstanden spezielle
Handelsstrassen, die sogenannten Salzhandelsstrassen. Sie verbanden
wichtige Handelsorte miteinander. Die bekanntesten Strassen sind die
"via salaria" in Italien, die "Salzstrasse" von Lüneburg nach Lübeck,
der "goldene Steig" von Passau nach Böhmen und die Salzstrasse von Bad
Reichenhall nach Augsburg.
1158 n. Chr.:
An zentralen Punkten der Strassen entwickelten sich Handelszentren.
München (1158) und Rom verdanken ihre Existenz dem Salzhandel.
Salz war begehrtes Handelsobjekt. Im Mittelalter führte es zu
Salzkriegen und politischen Machtkämpfen zwischen den Herrschern.
1616 n. Chr.:
Die Salzgewinnung wurde weiter ausgebaut. Neue Techniken entstehen,
Soleleitungen aus Holz leiteten die Sole zu entfernten Salinen. In Bad
Reichenhall wird erstmals ein Pumpensystem eingesetzt, das die Sole
über einen Berg fördert.
20. Jhd.:
Ab dem 20. Jhrhundert wird Salz industriell gewonnen und verarbeitet.
Konservieren von Lebensmitteln
Aus einem Zufall heraus erkannte der Mensch, dass Salz zum Konservieren
von Lebensmitteln geeignet ist. An der Küste lagen Fische, die mit Salz
überzogen waren. Durch die Salzkruste blieben die Fische "frisch" und
wurden nicht von Bakterien angegriffen.
Salz - woher kommt es?
Vor Millionen von Jahren war die Erde von dem Urmeer bedeckt. Wie auch
die heutigen Meere war das Urmeer sehr salzhaltig. Die Erdoberfläche
war noch in starker Bewegung. Der schwedische Geologe Carl Ochsenius
erklärte die Entstehung der Salzlagerstätten so:
* In der Nähe der Küste hob sich eine Barre
(Erderhebung) oder der Meeresboden senkte sich ab. Dabei wurde ein
Meeresbecken vom Ozean abgetrennt. In dieses Becken konnte nicht mehr
soviel Wasser nachfließen.
* Das Wasser in dem Becken verdunstet.
* Die im Wasser gelösten Elemente setzen sich je
nach Löslichkeit ab, zuletzt Salz und Kalisalz.
* Die ausgetrocknete Fläche wird durch herangewehten
Staub überlagert. Die Salzlagerstätten liegen nun unter der
Erdoberfläche verborgen.
Salzarten:
Kochsalz: Dies ist industriell gefertigtes und
raffiniertes billiges Salz, da hier, von den ganzen natürlichen
Stoffen, nur noch Natriumchlorid übriggeblieben ist. Es ist, wie auch
neueste wissenschaftliche Ergebnisse bestätigen, schädlich für den
Körper. Es wird von diesem als aggressives Zellgift identifiziert und
kann für verschiedene Gesundheitsstörungen, wie Celluite, Rheuma,
Gicht, Arthritis, Nieren-, Gallensteine und die Beschleunigung des
Alterungsprozesses, verantwortlich sein.
Meersalz: Ist aus dem Meer gewonnenes Salz, welches
es aber in verschiedenen Qualitäten gibt. Leider ist unser Meerwasser
heutzutage durch die industrielle Umweltverschmutzung so mit
Schadstoffen und Schwermetallen verunreinigt, daß man beim Genuß von
Meersalz diese mit aufnimmt und so eine negative Wirkung erreicht.
Außerdem wird mittlerweile 80% aller Meersalze raffiniert, was dann
wieder zu den gleichen negativen Effekten wie beim Kochsalz führt. Auf
den Verpackungen wird leider oft nicht auf das Raffinieren hingewiesen.
Steinsalz: Dieses Salz wird in Salzbergwerken
abgebaut und ist als Leckstein für die Tiere bekannt. Es ist für den
Mensch viel besser als das Kochsalz. Biophysikalische Analysen zeigen,
daß es den Körper nicht belastet, da es natürlich ist und bereits sehr
viele chemische Elemente enthält. Diese sind jedoch für den Körper oft
zu grobstofflich, um von dem Organismus zu verstoffwechseln. Sie werden
somit wertlos für den Körper. Den unterschied zu Kristallsalz kann man
zwischen einem Stein und einem Kristall vergleichen. (obwohl chemisch
beides Silikate sind und aus den gleichen Elementen bestehen).